Torsten Herbst - Neue Kraft für Sachsen
Herbst Torsten Herbst - Neue Kraft für Sachsen
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Qualifizierte Zuwanderung ist Chance für sächsischen Arbeitsmarkt

(23.08.2011) 

Die seit dem 1. Mai diesen Jahres geltende volle Arbeitnehmerfreizügigkeit für Arbeitnehmer aus den osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten hat bisher kaum Auswirkungen auf den sächsischen Arbeitsmarkt. Nach Angaben der "Leipziger Volkszeitung" nahmen seither nur rund 700 Menschen aus den östlichen EU-Staaten in Sachsen eine Arbeit auf. Dazu erklärt Torsten Herbst, wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag:

"Die vorab verbreitete Panikstimmung von ganz Rechts und ganz Links war offensichtlich Unsinn. Weder `überrollen´ ausländische Arbeitnehmer den sächsischen Arbeitsmarkt, noch ist ein flächendeckendes Lohndumping im Freistaat zu beklagen. Auch gibt es keine Zuwanderung in die Sozialsysteme, denn vier Fünftel der Zuwanderer sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

Qualifizierte Zuwanderung ist demnach keine Bedrohung, sondern eine Chance für Sachsen. Angesichts des deutlich abnehmenden Arbeitskräftepotenzials muss sich der Freistaat dem Wettbewerb um die besten Köpfe offensiv stellen. Der Fachkräftemangel wird immer stärker spürbar. So sind derzeit mehr als 7.000 Ausbildungsstellen nicht besetzt. Qualifizierte Arbeitnehmer aus dem EU-Ausland nach Sachsen zu holen, ist deshalb ein Baustein von vielen, um den Fachkräftebedarf in Sachsen zu decken. Wir brauchen dabei attraktivere Rahmenbedingungen für die Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte. Die sächsische Zuwanderungsinitiative von Wirtschaftsminister Morlok und Innenminister Ulbig gibt dabei den richtigen Weg vor.

Allein durch Zuwanderung werden wir die Nachwuchsprobleme unseres Arbeitsmarktes allerdings nicht lösen. Deshalb setzt die CDU/FDP-Koalition zuallererst auf ein leistungsorientiertes und qualitativ hochwertiges Bildungssystem sowie ein familienfreundliches Umfeld zur Vereinbarkeit von Kind und Berufstätigkeit."