Torsten Herbst - Neue Kraft für Sachsen
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Finanzierung sächsischer Schmalspurbahnen langfristig gesichert

(08.03.2012) 

Die Zuschüsse für den Betrieb der sächsischen Schmalspurbahnen sind langfristig gesichert. Der Landtag hat heute einen entsprechenden Antrag von CDU und FDP beschlossen, wonach die Staatsregierung ein neues Finanzierungsmodell erarbeiten soll, das dauerhaft für Planungssicherheit bei den Betreibern sorgt. Davon profitieren in Sachsen die Döllnitzbahn, die Fichtelbergbahn, die Lößnitzgrundbahn, die Weißeritztalbahn und die Zittauer Schmalspurbahn.

Außerdem hat das Parlament festgelegt, dass eine angemessene Unterstützung bei Instandhaltung und Wartung der vorhandenen Netzinfrastruktur und Fahrzeugtechnik gewährleistet wird. Insbesondere die Einrichtung einer gemeinsamen sächsischen Werkstatt für Instandhaltungsleistungen soll geprüft werden, um die Kosten der bislang sehr teuren Wartung außerhalb Sachsens deutlich zu verringern.

Darüber hinaus fordert der Beschluss, dass die Vermarktung der sächsischen Schmalspurbahnen besser vernetzt und weiter gestärkt wird. CDU und FDP wollen zudem prüfen lassen, inwieweit auch die Museumsbahnen in Schönheide, die Preßnitztalbahn und die Waldeisenbahn Muskau besser finanziell unterstützt werden können.


Dazu erklärt Ines Springer, verkehrspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages:

"Wir können in Sachsen auf mehr als 130 Jahre Schmalspurbahnen zurückblicken und haben noch heute mit fünf Bahnen im Regelbetrieb das bundesweit dichteste Netz. Diese Tradition ist längst ein touristisches Erfolgsmodell mit kultureller Bedeutung. Deshalb wollen und müssen wir die Schmalspurbahnen in Sachsen langfristig erhalten und die Attraktivität weiter erhöhen. Das bedeutet aber auch, dass wir mögliche Effizienzreserven ausmachen und eine langfristige Finanzierungssicherheit gewähren müssen.

Gemeinsam mit den Landkreisen, den Betreibern und ehrenamtlichen Akteuren müssen wir die Betriebs- uns Marketingkonzepte optimieren und ausbauen sowie das privatwirtschaftliches Engagement fördern. So können die Schmalspurbahnen in Sachsen künftig noch mehr zur touristische Anziehungskraft der Destinationen sowie bedarfsgerechten Verkehrsleistungen im Rahmen des ÖPNV beitragen."


Zudem erklärt Torsten Herbst, verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag:

"Wir unterstützen die Schmalspurbahnen, denn sie sind ein Stück sächsischer Industriegeschichte, sie steigern die Attraktivität für Besucher und die Identifikation der Menschen vor Ort mit ihrer Region. Außerdem sind sie in einigen ländlichen Gebieten auch Teil des Personennahverkehrs.

Bislang wurden die touristischen Kleinode teilweise stiefmütterlich behandelt - oder wurden wie im Fall der Döllnitzbahn gar als Druckmittel im Kampf um ÖPNV-Zuschüsse missbraucht. Damit ist jetzt Schluss. Mit dem neuen Modell wird absolut sichergestellt, dass die Gelder für die Schmalspurbahnen auch tatsächlich vor Ort ankommen.

Sachsen hat das deutschlandweit dichteste Streckennetz von Schmalspurbahnen. Dieses touristische Potential wollen wir künftig noch besser ausschöpfen, deshalb brauchen wir die geplante gemeinsame Vermarktung der verschiedenen Projekte entlang der 'Dampfbahn-Route Sachsen'."

Den vom Sächsischen Landtag beschlossenen Antrag der CDU/FDP-Koalition "Attraktivität der sächsischen Schmalspurbahnen erhöhen - Zukunft der Bahnen langfristig sichern" finden Sie im Internet.