Torsten Herbst - Neue Kraft für Sachsen
Herbst Torsten Herbst - Neue Kraft für Sachsen
mailDrucker

Erfolgreiche Vermittlung von Schlecker-Mitarbeitern steht im Vordergrund

(28.03.2012) 

Agenturberichten zufolge wollen die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen allein für einen KfW-Kredit an Schlecker bürgen. Dazu erklärt Torsten Herbst, wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag:

"Der Verlust eines jeden einzelnen Arbeitsplatzes ist für die Betroffenen und ihre Familien schmerzlich. Daher muss es oberstes Ziel sein, dass ehemalige Schlecker-Mitarbeiter schnell wieder einen neuen Job bekommen. Sachsen will den richtigen Weg gehen: An erster Stelle steht die regionale und maßgeschneiderte Vermittlung auf dem ersten Arbeitsmarkt. Dort, wo es sinnvoll ist, werden auch zielgerichtet Qualifikationsmaßnahmen unterstützt.

Eine Transfergesellschaft ohne regionale Kompetenz würde keine Probleme lösen, sondern sie nur zeitlich verschieben. Deshalb ist die erhebliche Skepsis auch Sachsens gegenüber einer neuen Transfergesellschaft berechtigt, die den Arbeitsmarkt im Freistaat nicht annähernd so gut kennt wie die einheimische Arbeitsagentur.

Das Scheitern der gemeinsamen Bürgschaft aller Bundesländer für die umstrittene Transfergesellschaft kommt zudem nicht unerwartet. Sachsen hat sich zurecht auf einen 'Plan B' vorbereitet.

Das Auftreten von Verdi ist leider auch nicht ganz ehrlich. Höchste Priorität bei der Gewerkschaft sollte die zügige Vermittlung der ehemaligen Schlecker-Mitarbeiter in gutbezahlte wohnortnahe Arbeitsplätze genießen, nicht die eigene mediale Profilierung. Wo ist denn die Gewerkschaft gewesen, als auch durch die Schlecker-Konkurrenz viele kleine familiengeführte Drogerien ihr Geschäft aufgeben mussten?

Offenbar ist der Verlust von jeweils sechs Arbeitsplätzen in einhundert Fällen nicht so öffentlichkeitswirksam wie im Fall Schlecker. In der aktuellen Situation sollten alle Seiten an einer konstruktiven und echten Lösung in Sachsen mitarbeiten; mediale Scheingefechte helfen den Betroffenen nicht weiter."