Torsten Herbst - Neue Kraft für Sachsen
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Keine einseitige Subventionierung von Leipzig auf Kosten des Flughafens in Dresden!

(01.08.2011) 

Der Parteivorsitzende der Leipziger CDU, Herrmann Winkler, und der Chef der grünen Stadtratsfaktion in Leipzig, Wolfram Leuze, fordern in der Leipziger Volkszeitung von heute eine Stärkung des Flughafens Leipzig/Halle zu Lasten des Airports in Dresden. Grünen-Politiker Leuze bezeichnet den Ausbau des Flughafens in Klotzsche demnach als "Schnapsidee".

Dazu erklärt Torsten Herbst, Dresdner FDP-Landtagsabgeordneter und wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag:

"Offenbar wächst bei CDU und Grünen in Leipzig der Neid auf die zuletzt steigenden Passagierzahlen des Flughafens in Dresden, anders lässt sich die freche und zugleich hilflose Forderung aus der Leipziger Politik nicht erklären. Es ist doch völlig absurd zu glauben, dass eine Schwächung Dresdens zu einer Stärkung von Leipzig führt. Eine einseitige Subventionierung von Leipzig auf Kosten des Flughafens in Dresden wird es mit der FDP nicht geben.

Dass ausgerechnet die Grünen in Leipzig eine angeblich mangelnde Förderung für den Großflughafen kritisieren, ist einfach nur scheinheilig und verlogen. Erst haben die Grünen die Entwicklung ihres Flughafens in Leipzig beim Ausbau von Kapazitäten und Flugzeiten massiv behindert, und jetzt rufen ausgerechnet die größten Blockierer nach immer mehr Fördergeld zu Lasten von Dresden.

Schon jetzt wird in den Großflughafen in Leipzig deutlich mehr investiert als in Dresden. Der Standort in Schkeuditz ist um ein vielfaches größer und hat bezüglich seiner Infrastruktur alle Voraussetzungen für attraktive Verbindungen, das zeigt auch die kürzlich verkündete Vereinbarung mit Ryanair. In der Landeshauptstadt wiederum ist ein moderner Airport wichtig für den Tourismus und die Unternehmen in der Region, nicht zuletzt für die Elbe Flugzeugwerke mit über 1.000 Mitarbeitern.

Die staatliche Flughafenholding sorgt dafür, dass sich beide Standorte nicht gegenseitig kannibalisieren. Aber letztlich müssen sich die Verbindungen am Markt durchsetzen. Auch der Flughafen Leipzig muss sich im Wettbewerb behaupten - bloßes Jammern über die Stärken der Konkurrenz hilft da nicht weiter. Und es ist nicht Aufgabe des Staates, mit Steuergeld dauerhaft bestimmte Fluglinien zu bezuschussen und halb leere Flugzeuge zu subventionieren."